Anathema

      Anathema - Universal CD+DVD vö : 27.09.2013

      Ein atemberaubender Konzertfilm der Kickoff-Show ihrer umjubelten Weather Systems-Tournee. Gefilmt im Ancient Roman Theatre of Philippopolis, zeigt dieser Film die Ausnahmeband zusammen mit dem Plovdiv Philharmonic Orchestra im September 2012 in perfektem HD-Format. Der renommierte Filmemacher Lasse Hoile (Steven Wilson, Porcupine Tree, Opeth, Dream Theater) hat die magischen Momente dieser Show eingefangen. Weather Systems ist das bisher erfolgreichste Album ihrer zwei Dekaden umfassenden Karriere. Offizielle Album-Charts Deutschland #14, viele weitere hohe Chartpositionen europaweit. Anathema beherrschen eines ganz besonders: große Emotionen verpackt in Jahrhundert-Melodien. Daniel Cavanagh: ... diese Musik wurde geschrieben, um den Hörer tief zu bewegen, ihn zu erheben und zu den kältesten Tiefen der Seele zu bringen ... Von Pink Floyd und Rush Jüngern, über Metaller bis hin zu U2-, Coldplay- und Beatles-Fans begeistern sie genreübergreifend jeden Musikhörer.

      Tracklist :

      CD :
      1. Untouchable [Pt. 1]
      2. Untouchable [Pt. 2]
      3. Thin Air
      4. Dreaming Light
      5. The Storm Before The Calm
      6. Everything
      7. A Simple Mistake
      8. The Beginning And The End
      9. Universal
      10. Closer
      11. Natural Disaster
      12. Flying

      DVD :
      1. Untouchable [Pt. 1]
      2. Untouchable [Pt. 2]
      3. Thin Air
      4. Dreaming Light
      5. Lightning Song
      6. The Storm Before The Calm
      7. Everything
      8. A Simple Mistake
      9. The Beginning And The End
      10. Universal
      11. Closer
      12. A Natural Disaster
      13. Deep
      14. One Last Goodbye
      15. Flying
      16. Fragile Dreams
      17. Panic
      18. Wings Of God
      19. Internal Landscapes
      20. Fragile Dreams



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      [YouTube]https://www.youtube.com/watch?v=iGBg5rZb58s[/media]



      Anathema – 10. Studioalbum erscheint Anfang Juni 2014, Headlinertour startet im Herbst.

      Am 6. Juni 2014 geben sich die britischen Alternative Rocker von Anathema die Ehre und veröffentlichen ihr 10. Studioalbum „Distant Satellites“ via Kscope. Aufnahmen, Mixing und Mastering konzentrierten sich auf die Cederberg Studios in Oslo, wo ihnen abermals Christer-André Cederberg als Produzent zur Verfügung stand. Bereits bei dem viel gelobten Vorgängeralbum „Weather Systems“ (2012), als auch bei der DVD „Universal“ (2013) war Cederberg maßgeblich beteiligt. Ein weiterer alter Bekannter in Form von Steven Wilson, seines Zeichens Gründungsmitglied der Rockband Porcupine Tree, war größtenteils für das Mixing verantwortlich, während wir das ungewöhnliche Cover-Artwork dem Koreaner Sang Jun Too zu verdanken haben. Die 10 Songs starke Tracklist liest sich zu dem ebenfalls interessant.

      Die Band äußert sich zu ihrem neuesten Werk wie folgt:

      „Distant Satellites” is the culmination of everything Anathema been working up to so far in our musical path. It contains almost every conceivable element of the heartbeat of Anathema music that it is possible to have. There is beauty, intensity, drama, quietude, and extra musical dimensions that the band have previously only hinted at. All built on the song writing chemistry of Daniel, John and Vincent and the haunting voice of Lee Douglas. Produced and mixed once again by our very own Christer-André Cederberg (Weather Systems, Universal) and with some songs also mixed by the unassailable Steven Wilson, It’s a special and unique release for the band. Anathema hopes the fans get as much joy from listening to and feeling the music as we did in creating it.”

      Tracklist:
      01. The Lost Song part 1
      02. The Lost Song part 2
      03. Dusk (dark is descending)
      04. Ariel
      05. The Lost Song part 3
      06. Anathema
      07. You`re Not Alone
      08. Firelight
      09. Distant Satellites
      10. Take Shelter

      Tourtermine:
      30.09.2014 L-Esch-Alzette, Kulturfabrik
      02.10.2014 D-Karlsruhe, Substage
      05.10.2014 CH-Pratteln, Z7
      18.10.2014 D-Erfurt, HSD Gewerkschaftshaus
      19.10.2014 D-Würzburg, Posthalle
      21.10.2014 A-Wien, Szene
      29.10.2014 D-Hamburg, Grünspan
      30.10.2014 D-Berlin, Postbahnhof
      11.11.2014 D-Köln, Bürgerhaus Stollwerck
      weitere Termine sind in Vorbereitung

      Tickets unter:
      eventim.de



      tombstone-webzine.tasradi.de/a…tet-im-herbst/#more-13097
      anathema.ws/
      facebook.com/weareanathema?fref=ts



      Anathema - Distant Satellites CD vö : 06.06.2014

      Dieses Mal müssen die Fans von Anathema nicht wieder eine halbe Ewigkeit bis zur Veröffentlichung eines neuen Studioalbums warten. Nur knapp 2 Jahre nach dem fulminanten Vorgänger „Weather Systems“, legen die Musiker ihr neuestes Werk voll Feinstem melodischen Alternative Rock vor. Wenn man mal 25 Jahre zurückblickt, als die Brüder Vincent und Danny Cavanagh zusammen mit dem Sänger Darren White, Duncan Patterson (Bass) und Drummer John Douglas das Werk „Pagan Angel“ aus der Taufe hoben, dachte man noch gar nicht daran, wie sie sich später als Anathema klanglich entwickeln würden. Ursprünglich im Bereich Doom, Death und Dark Metal verankert, wandelte sich ihr Sound mit jedem weiteren Album und der Stil wurde merklich ruhiger und melodischer. Auch die Bandzusammensetzung hat sich über die Jahre gewandelt. Neben den Brüdern Cavanagh komplettieren aktuell Jamie Cavanagh (Bass), John Douglas (Drums), Daniel Cardoso (Keyboard) und schließlich Lee Douglas (Gesang) Anathema. Die düsteren Pfade, auf denen sie einst gewandelt sind, haben sie jedoch inhaltlich noch nicht so ganz verlassen. Auch jetzt, mit ihrer neuen Ausrichtung von Progressive und Alternative Rock, wahren sie ihre ganz spezielle Form von Düsternis und Melancholie. Für „Distant Satellites“ ging es für die britischen Musiker in die Cederberg Studios nach Oslo, wo ihnen Christer Andre Cederberg als Produzent und Steven Wilson für das Mixing zur Verfügung standen. Herausgekommen ist ein 10 Track starker Longplayer, der lückenlos an seinen Vorgänger anschließt, ohne wie eine Kopie davon zu wirken. Am 6. Juni 2014 wird „Distant Satellites“ in den Verkaufsregalen stehen und sicherlich ähnlich erfolgreich werden wie das letzte Machwerk.

      Der Opener „The Lost Song Part 1“ geht recht flott los und fällt vor allem durch seine stilisierten Streicher auf. Auch wenn man von Anathema eher die düster melancholischen Töne gewohnt ist, wirkt dieser Opener insgesamt sehr positiv und fast beschwingt. Auch wenn hier Schlagzeug und Piano doch recht dominant klingen, liegt die gesamte Konzentration auf dem klaren Gesang, der sich in einen wütenden Ausbruch steigert. In „Part 2“ kommen die so gewohnten schwermütigen Gitarrenklänge wieder mehr zum Tragen. Halbakustisch untermalen sie den Song, während der Gesang zunächst sehr sphärisch darüber gleitet. Auch bei diesem zweiten Stück wirkt die Instrumentierung als nettes dahinfließendes Beiwerk zu dem doch sehr eindringlichen Gesang. Selbst wenn die gewählten Worte teilweise recht pathetisch sind, wirkt das Ganze nicht kitschig, sondern zerbrechlich schön. „Dusk“ hat diese Mischung aus eindringlicher Akustikgitarre und Rhythmus gebendem Schlagzeug, wie schon die vorangegangenen Stücke. Hier singen sich die Akteure jedoch gegenseitig in Rage und der Sound nimmt mehr und mehr an Intensität zu, bis er plötzlich abbricht und eine ruhige Pianopassage eingebaut wird. Das Duett zwischen Vincent und Lee wird nun deutlich ruhiger, noch gefühlvoller und bekommt einen tragischen Unterton. Nach den Akustikgitarren folgt nun wieder das Piano, welches den Song „Ariel“ schwermütig einleitet. Lees Gesang ist noch zerbrechlicher geworden und die filigrane Melodie, die das Piano anschlägt, kriecht förmlich ins Ohr. Kraftvoller wird es erst mit dem Einsetzen von Vincents Gesangspart, der dann auch wieder von kraftvollen Saiteninstrumenten und dem Schlagzeug begleitet wird. Alles dreht sich um die Frage des Findens und Gefunden werdens, so auch beim anschließenden weitaus flotter wirkenden „Lost Part 3“. Vincent wirkt flehentlich, aber das Piano als auch die Drums drängen ihn durch den Titel. Lees Vocals sind dieses Mal die kraftvolleren. Beide Gesangsparts zusammengeführt inklusive der steigenden Intensität der Melodie führen schließlich zu einem wahren Feuerwerk.

      Diese Spannungsbögen finden sich in allen Songs von „Distant Satellites“ wieder, so auch im folgenden „Anathema“, welches dies bis zum äußersten ausreizt. Noch verletzlicher wirken die Vocals im Kontrast zu der düsteren Instrumentierung. Das Piano erinnert an stetig niederprasselnden Regen und schafft zusätzlich eine beklemmende Atmosphäre – beschwörende Bilder vor dem inneren Auge. Hier sind es schließlich die E-Gitarren, die herzzerreißend schreien und zu einer wahren Klangexplosion führen. Einen sehr poppigen Einschlag hat „Your Not Alone“, obwohl man anfangs nicht so recht weiß, in welche Richtung sich dieser Song entwickeln wird. Er bleibt verstörend, sowohl von der Instrumentierung als auch von den minimalistischen Vocals her. Dieser passt so am wenigstens in dieses ansonsten so runde Gesamtwerk. Sakral geht es mit „Firelight“ weiter, einem knapp 3-minütigen Instrumentalstück. Leider ist es in letzter Zeit wieder groß in Mode gekommen – Instrumentalstücke in Alben einzubauen. Dieses schafft wenigstens den ursprünglichen sphärischen und melancholischen Faden wieder aufzugreifen, bevor es in das sehr elektronische „Distant Satellites“ überleitet. Hier ist der Synthesizer vorherrschendes Instrument, gemeinsam mit den Rhythmus gebenden Drums. Vincent hat seinen wehmütigen Keller verlassen und wirkt wieder kraftvoll wie zu Beginn des Albums. Gerade die Instrumentierung im Hintergrund – durch die treibenden Synths und Drums, reißen einen mit ihrer Dynamik förmlich mit sich, immer tiefer in den Song hinein. Mittig stoppt diese ursprüngliche Melodie und wechselt sowohl ihre Klangfarbe als auch die Instrumentierung. Piano und Drums statt des Synthesizers dominieren auf einmal. Der Titelsong wirkt klanglich wie eine Reise durch verschiedene Dimensionen. In dem 8-minütigen Stück werden verschiedene klangliche Elemente ausprobiert und verändern, trotz gleichbleibender Vocals. Das chillige „Take Shelter“ bildet den Abschluss dieses einfühlsamen Werks und nimmt einen noch ein letztes Mal mit auf eine ruhige Klangreise, die die Seele streichelt.

      Fazit: Wer geglaubt hat nach „Weather Systems“ kann es keine Steigerung geben, der wird mit „Distant Satellites“ eines Besseren belehrt. Filigraner Gesang und verhaltene Klangkonstrukte sind das durchgängige Thema in allen Songs dieses 10. Longplayers. Ebenso wie die sich steigernde Klangdynamik, die ebenfalls fast alle Stücke aufweisen. In diesen Klangwelten kann man problemlos versinken und sich gänzlich seinen Gedanken hingeben. Manchmal wird man von den donnernden Drums oder den schreienden Gitarren wachgerüttelt, nur um im nächsten Moment wieder sanft auf einen sphärischen Klangteppich gebettet zu werden. Träumerische und mitreißende Parts wechseln sich teilweise sogar in einem Lied harmonisch ab und schaffen ein in sich ruhendes Gesamtkunstwerk. Teilweise hat das Ganze fast schon einen chilligen Ambientcharakter aber die kraftvollen Vocals und die immer wiederkehrenden klanglichen Intensitätssteigerungen verhindern ein komplettes Abdriften in diese Klanggefilde. Anathema ist und bleibt im Progressive bzw. Alternative Rock Bereich eine ruhige Klasse für sich. Die Band kann einen leicht poppigen Einschlag nicht so ganz abstreiten und muss aufpassen, dass sie durch ihre herzzerreißenden Duette nicht ins Kitschige abgleiten. Dieses Gesamtkunstwerk kann und muss man einfach genießen.



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