Click Click

      Zwei Konzerte der EBM Veteranen Click Click im Januar 2009 wurden angekündigt:


      Freitag 09. Januar 2009
      Zwischenfall Bochum:
      Vintage Electronics Festival V1.0
      Live:
      Click Click - Vomito Negro - No More
      plus EBM - Old School Electro - Minimal - Aftershow Party with
      DJ Klaus Märkert (co-founder and very first DJ of the Zwischenfall),
      DJ Thorsten "Generyx" Stroht + further Special Guest DJ (tba)
      Einlass 20.00 Uhr / Beginn 21.00 Uhr
      Alte Bahnhofstraße, Bochum, Nordrhein-Westfalen
      VVK 16€ (CTS/Positiv Records) - AK 21€


      Samstag 10. Januar 2009
      RAW-Tempel Berlin:
      SCHLAGSTROM! - old school night -
      Live:
      Click Click - Portion Control - Dive - No More
      plus Aftershow Oldschool Party with:
      DJ Adam-X and Agent Provocateur
      Einlass 20.00 Uhr / Beginn 21.00 Uhr
      Maria am Ostbahnhof, Berlin, Berlin
      VVK 20€ - AK 25€


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      Neue Click Click EP nimmt konkrete Züge an:

      14 Jahre nach dem letzten offiziellen Album "Shadowblack“ machen Click Click noch einmal ernst: Die britische Legende um Sänger Adrian Smith, der man unter anderem die düsteren 80er Synth-Wave und EBM Evergreens "Sweet Stuff“ und "I Rage I Melt" verdanken darf, hat sich im Studio eingefunden, um an einer neuen EP zu arbeiten. Der kommende Oktober wurde als Veröffentlichungstermin anvisiert. Ob nun sechs oder sieben Songs den Weg auf den Silberling finden werden, steht noch nicht fest, sicher ist aber, dass die Titel "Damage", "Limb From Limb", "Rats In My Beds" und "Left For Dead" bereits im Kasten und damit auf jeden Fall mit dabei sein werden. Wir halten euch auf dem Laufenden.

      dependent.de
      Neue EP "Skin And Bones" !!!

      Im Sommer 2008 sorgten Click Click mit der Nachricht für Furore, dass ihr gesuchter, rarer Back-Katalog in Form einer Compilation namens "Lung Function", in digitaler Form und neu gemastert, endlich wieder erhältlich wurde. Nun, vierzehn Jahre nach ihrem letzten echten CD Album "Shadowblack“ machen Click Click noch einmal ernst: Die britische Legende um Sänger Adrian Smith, der man unter anderem die düsteren 80er Synth-Wave und EBM Evergreens "Sweet Stuff“ und "I Rage I Melt" verdanken darf, haben sich endlich wieder im Studio eingefunden, um die EP "Skin & Bones" einzuspielen und knüpfen mit den neuen Songs problemlos an ihre alte Form an.

      VÖ: 18.11.11

      Tracklist:
      01. Rats In My Bed
      02. Limb From Limb
      03. Damage
      04. Left For Dead
      05. From Your Mother To The Grave [Damage Remix]
      06. Weapon Of Choice [Left For Dead Remix]
      07. Psychoplasmix [Rats In My Bed Remix]

      Bereits in Kürze werden Hörproben bereitgestellt und Vorbestellungen zu einem Sonderkurs im Dependent-Shop möglich sein.


      dependent.de
      Operation gelungen: Die EBM-Pioniere von Click Click veröffentlichen am 6. Juni 2014 ihr erstes Studioalbum seit 17 Jahren! „Those Nervous Surgeons“ kommt gerade frisch aus dem Mastering und knüpft musikalisch an die Anfangstage der Band an.
      Natürlich wird es auch eine limitierte Edition geben, welcher „The Eradication Of Hate“, der Debütroman von Mastermind Adrian Smith, in Papierform beiliegen wird.
      Also: schon mal im Kalender vormerken! Weitere Infos folgen in Kürze an dieser Stelle!



      facebook.com/dependent.records
      dependent.de



      Click Click: "Those Nervous Surgeons" kommt / auch als limitierte 2CD-Edition mit Buch.

      Der Veröffentlichungstermin für das seit Monaten angekündigte neue Album von Click Click ist endlich bestätigt worden: Ab 06. Juni kommt man in den Genuss von „Those Nervous Surgeons“, dem ersten Longplayer seit „Shadowblack“ von 1997.

      Sammler dürfen sich auf ein ganz besonderes Package einstellen, das auf 300 Stück limitiert ist und neben dem Album das erste Buch von Sänger Adrian Smith enthält, das kürzlich als eBook erschien. „The Eradication Of Hate“ heißt es und weist thematische Parallelen zu „Those Nervous Surgeons“ auf. Es spielt in einem dystopischen, protofaschistischen England, wo Medienzensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit an der Tagesordnung sind. Außerdem gehört zum Set eine zweite CD mit neun Demoversionen der neuen Stücke. Wir empfehlen dringend, die limitierte Edition vorzubestellen!

      Tracklist :

      CD 1:
      1. Passenger
      2. Man in A Suit
      3. Lock Them Up
      4. Rats In My Bed (Version)
      5. Factory
      6. What Do You Want
      7. The Warminster Detective
      8. Burn
      9. Drone
      10. Keep Us Out Of The Way

      CD 2 (lim. Edition):
      1. The Factory Of Life (the first 6 Minutes)
      2. Captain Black
      3. Passenger (Demo)
      4. Keep Us Out Of The Way (Demo)
      5. Burn (Demo)
      6. Man In A Suit (Demo)
      7. Lock 'Em Up (Demo)
      8. Naudia
      9.The Factory Of Life (the last 8 Minutes)



      sonic-seducer.de/index.php/294…2cd-edition-mit-buch.html
      dependent.de
      Click Click – Those Nervous Surgeons CD vö : 06.06.2014

      Eine Legende ist zurück …Click Click! Was waren das damals noch für Zeiten? Wie fast jedes Wochenende freute man sich auf einen extensiven Abend in kleinen vernebelten Szeneclubs wie Lurie, Impuls oder im legendären Bochumer Zwischenfall Mitte der 80ger Jahre. Immer mit an Bord waren die Helden von damals aus Darkwave, New Wave und der EBM-Szene. Darunter zählen auch die Electro Pioniere – die Brüder Adrian und Derek Smith aus England. Besser bekannt sind sie unter dem Namen Click Click. Ihre eigenwillige Art der elektronischen Musik hat über Jahrzehnte ihren Reiz nicht verloren und noch heute sind ihre Alben in Sammlerkreisen extrem hoch im Kurs. Die Brüder gründeten Click Click im Jahre 1982. Eins ihrer für die Ewigkeit gemachten Stücke dürfte zweifellos „Sweet Stuff“ aus dem Jahre 1986 sein. Die erste Schaffensphase endete 1990, nachdem sie sich quer durch das Elektrogenre bis hin zum Synth Rock spielten. Nach sieben Jahren holten die beiden Brüder das Projekt wieder aus der Vergessenheit zurück und schufen mit „Shadowblack“ ein fast ausschließlich instrumentales Werk, was sich sehr stark in Richtung EBM bewegte. Die Szene war durchweg begeistert, doch leider hielt die Zusammenarbeit nur für ein Jahr wegen internen Differenzen. An eine weitere Zusammenkunft wahr nicht zu denken. 2009 war dann die Überraschung perfekt. Click Click ließen verkünden, dass sie 2 Reunion Konzerte in Bochum und Berlin spielen würden. Und nun gibt es weitere Neuigkeiten zu verkünden. Nach 17 Jahren kommt nun endlich ein lang ersehntes neues Studioalbum auf den Markt. „Those Nervous Surgeons“ so der Titel, war seinerzeit der Bandname des ersten Projektes der Smith Brüder, bevor sie zu Click Click wurden. Der Kreis schließt sich, erklärt Derek Smith. Herausgekommen ist ein 10 Track Album, das absolut Retro klingt und die schwermütige, eigenwillige Art und Weise der ersten Alben beinhaltet.

      Nach wie vor fesseln die psychodelischen Klangbreiten der Geburtsphase des EBM. Schon beim Ersten reinhören in das Album bleibt „Man In A Suit“ als zweiter Track im Gehörgang hängen und frisst sich wie einst das lang vergriffene Kultstück „Rats In My Bed“ unaufhaltsam bis in den kleinen Zeh vor. Bereits damit haben die Brüder mich gepackt. Der instrumentale Opener „Passenger“ schlendert eher gemütlich dahin und bereitet den geneigten Zuhörer auf das Album vor. „Lock Them Up“ ist wieder etwas ruhiger aber von durchaus eindringlicher Note. Man gerät in eine Art Trance bei den elektronischen Klängen und der Kopf meldet direkt: „Welcome Back 80ies!“ Auf diesem Tonträger findet man auch das eingangs erwähnte „Rats In My Bed“ in einer neuen Fassung wieder. Das ist EBM pur, so wie man ihn liebt und mag. Zu „Factory“ geht es wieder etwas gediegener zu. Die Instrumentalisierung weiß durchaus zu packen und ich komme nicht drum herum herauszufinden, ob gerade eine Münze entlang rollt oder sonst etwas passiert. Zurücklehnen und genießen! Wie schon zuvor geht es im angenehmen Wechsel der Schnelligkeit weiter und Freunde des klassischen EBM bekommen mit „What Do You Want“ einen zeitlosen Track geliefert. Wenn man die Augen schließt, ist man sofort zurückversetzt in die vergangenen Jahre. Das instrumentale Grundgerüst von „The Warminister Detective“ ist sehr schwermütig angelegt und zeigt mit berauschender Wirkung den grandiosen und unverwechselbaren Stil der Brüder Smith. Die Nummer könnte glatt als Filmmusik durchgehen. „Burn“ dagegen brennt sich langsam wieder ins Gehör und der Bewegungsapparat wird unweigerlich vom Klangteppich stimuliert. Weiter geht es auf dem Werk mit „Drone“ was durchaus Clubqualitäten aufweist. Es ist, wenn man das so sagen kann, das elektropoppigste Stück – ohne poppig zu wirken. Klar und deutlich aufgebaut und super durchdacht. „Keep Us Out Of The Way“ ist das Schlussstück dieser faszinierenden CD, die auch ohne Weiteres in den 80gern einen riesen Zuspruch erlangt hätte. Sehr intensiv geht es noch einmal in eine fantastische Klangatmosphäre, die packt und bewegt.

      Fazit: Was die Gebrüder Smith hier abliefern ist gar unbeschreiblich. Glasklarer Sound im Retrogewand der 80ger Jahre der so modern wirkt, das er eigentlich nicht von damals sein kann. Ihre Art Wellen zum Schwingen zu bringen – einmalig! Das beweisen sie mit ihrem neusten Werk „Those Nervous Surgeons“ aufs Neue. Klare Favoriten sind die schnelleren, tanzbaren Nummern – obwohl gerade das größte Potenzial in den ruhigeren Tracks verborgen liegt. Ich hätte niemals gedacht, dass im 21 Jahrhundert die 80ger Jahre so intensiv wieder aufleben würden. Ein Album, was eine Zeit vorgaukelt aber in Wirklichkeit Zeitlos ist und dies wohl auch bleibt. Das ist Industrial Psychedelia! Das Album erscheint im normalen 10 Track Digipack, sowie auch in einem auf 300 Stück limitierten Boxset. Dieses enthält neben einer Bonus CD, welche die Track im Demostatus zeigt, auch noch den ersten verfassten Roman von Adrian K. Smith, mit dem Titel „The Eradication Of Hate“ als Buchausgabe. Schnell sein lohnt sich also!!!



      tombstone-webzine.tasradi.de/c…ons-cd-review/#more-13383
      dependent.de/
      Das neue CLICK CLICK-Album "Those Nervous Surgeons" ist jetzt im Shop erhältlich!

      die Britischen Kult-EBMer von CLICK CLICK veröffentlichen mit „Those Nervous Surgeons“ ihr erstes Studioalbum seit 17 Jahren!
      Die Band schien tot, der Kult lebte aber weiter: 17 Jahre sind seit "Shadowblack" vergangen, dem letzten richtigen Studioalbum von Click Click. Das englische Duo, bestehend aus den Brüdern Adrian K. und Derek Smith, war zwischenzeitlich komplett in der Versenkung verschwunden. Das hielt aber Fans nicht davon ab, den größtenteils vergriffenen Backkatalog der Band weiterhin mit exorbitanten Sammlerpreisen zu handeln, denn Click Click standen und stehen weiterhin für ein einmalig-düsteres Klangbild, das zwar größtenteils elektronisch erzeugt ist, sich trotzdem durch organische Fragilität und Tiefe auszeichnet.
      2010 meldeten sich die Brüder Smith dann plötzlich mit dem Backkatalogalbum „Lung Function“ auf Dependent zurück. Ebenfalls gab es eine Handvoll Liveshows, die zeigten, dass die Band durchaus noch eindrucksvoll auf einer Bühne in Aktion treten kann. 2011 folgte dann eine EP mit dem Namen „Skin & Bones“, wofür das lange Zeit vergriffene Kultstück „Rats In My Bed“ neu aufgenommen wurde.

      Nun endlich veröffentlichen Click Click mit "Those Nervous Surgeons" ihr erstes Album mit neuem Studiomaterial seit 17 Jahren! Der Titel des Albums war seinerzeit der Bandname des ersten Bandprojektes der Smith-Brüder, bevor sie zu Click Click wurden. „Der Kreis schließt sich“, erklärt Derek Smith („We Have Come Full Circle“). Und in der Tat, das Album klingt von der Instrumentierung absolut retro, und fängt die einmalige schwermütige Atmosphäre alter Click Click-Alben ein. Neben getragenen Nummern wie „Factory“ oder dem intensiven „Keep Us Out Of The Way“ gibt es mit „Man In A Suit“ und „What Do You Want“ auch schnellere Nummern, die wieder an die Geburtsphase der EBM-Bewegung Anfang und Mitte der 80er Jahre erinnert.

      Das Album wird von Dependent als normales 10 Track-Album im Digipack-Format sowie als spezielles, nur auf 300 Stück limitiertes Boxset veröffentlicht. Das „Those Nervous Surgeons“-Boxset enthält neben einer Bonus-CD, welche die Albumtracks im Demostatus zeigt, gleichzeitig noch einen besonderen Inhalt: Der erste von Click Click Sänger Adrian K. Smith verfasste Roman „The Eradication Of Hate“ liegt der Box exklusiv als Buchausgabe bei. Das utopische Werk „The Eradication Of Hate“ dreht sich um die um sich greifende Zensur in einem heranwachsenden englischen Überwachungsstaat, und hat thematisch Überschneidungen zu gleich mehreren neuen Albumtiteln wie „Drone“ und „What Do You Want“, wie auch zum Albumtitel „Those Nervous Surgeons“ selbst.

      Mit Click Click ist eines der eigenständigsten elektronischen Undergroundprojekte wieder zurück auf der Bildfläche erschienen - und wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres auch einige Live-Gigs spielen! Mehr Infos dazu folgen.



      dependent.de
      Click Click – Those Nervous Surgeons CD vö : 06.06.2014

      Nein, wir befinden uns weder in der Muppet Show, noch hat sich der zittrige Chirurg vom Cover zu einer "Ich bin die Ruhe selbst, ich habe die ganze Nacht gesoffen"-Nummer verstiegen. Schlechte Witze bleiben den Mitarbeiter-Rundmails von Plattentests.de vorbehalten. Tretet ein ins Panoptikum der Gebrüder Smith, einer doppelten Absonderlichkeit aus der englischen Provinz! Es gibt was zu entdecken, noch vor dem nächsten Klick.

      Those Nervous Surgeons schienen Ende der 1970er Jahre zu funky für den von ihnen anvisierten Rock, zu abgerockt jedoch für echten Funk und zudem so altbacken krautrockig, dass es nicht mehr die Bohne interessierte. Läuterung kam erst unter neuem Namen auf, als Sänger Adrian ein schlichtes Kästchen in die Hände fiel: Der Wasp war nichts als eine schwarz-gelbe Klimperkiste mit doofer Folientastatur – und einer der wenigen Geräuschemacher, den sich ein normaler Brite damals leisten konnte. Der dazu boshaftesten Lärm produzierte, was wohl am analogen Filter lag, denn der Rest bestand aus blöder Digitaltechnik.

      Dieser Synthesizer warf nicht nur das alte Bandgefüge über Bord, sondern dessen Klangbild gleich in die aufkommende Finsternis hinterher. Fortan gaben trauerschwere Flächen, mit plärrenden Resonanzen gekoppelte Percussions und kleine Mundharmonika- oder Gitarren-Spitzen den Ton bei Click Click an. Konserviert in der perfekten Bündelung von industrieller Kälte und zwischenmenschlicher Wärme auf der "Rorschach testing"-LP von 1988, bis heute eins der wertvollsten Alben des dunklen Electro-Wave überhaupt. Trotzdem blieb selbst diese kreative Hochphase einer Minderheit vorbehalten, denn die Zuordnung in ein plumpes Electronic-Body-Korsett erwies sich angesichts Click Clicks Extravaganz als Verkaufshindernis. Ein Dilemma, das die Spannungen zwischen den Brüdern verstärkte.

      1989 kam es während einer desaströsen Europatournee dann zur Implosion der Band. Die resultierende Funkstille wurde 1997 kurz für ein ungelenkes Comeback unterbrochen, bei dem sich der Schwerpunkt zu halsstarrem Drum'n'Bass verschob: ein radikaler Schnitt mit der eigenen Vergangenheit, der ohne Fortsetzung blieb. Erst 2009 erfolgte auf offener Bühne eine Rückbesinnung zu alten Tugenden – mit dem Versprechen, wieder aus dem Studio von sich hören zu lassen. Ein Schwur, der heute in Form von zehn imposanten Geboten eingelöst wird. Und ein Kreis, der sich mit dem alten Bandnamen als Titel nunmehr schließt.

      Genug Geschichtsbewältigung. Click Click klingen 2014 so, als seien sie nie weg gewesen, aber dennoch erstaunlich frisch. Gotische Harmoniebögen erblühen zu einem heute mehr aus der Neo-Psychedelia bekannten Farbbild, das wiederum von messerscharfen Synthi-Klingen geritzt und von oftmals rigiden Beats angetrieben wird. In "Man in a suit" stellt die markante Stimme Adrians zu Bruder Dereks peitschendem Schlagzeug kurz und bündig fest: Das hier ist keine beschützte Therapiegruppe, das ist die harte Realität. Und so wechselt sein Gesang wieder ansatzlos die Klangfarben von sehnsuchtsvollem Jauchzen bis hin zu bösartigem Fauchen durch, dass es eine echte Freude ist. Auch die Dramaturgie der Platte lässt keine Wünsche offen und bietet neben jeder Menge Bewegungsenergie die nötigen und stimmungsvollen Ruhepausen, so wie das elegische "Keep us out of the way", das vor kathedraler Größe nur so strotzt.

      Textlich bleibt es nicht bei introvertierter Larmoyanz, sondern es wird bissig mit allem abgerechnet, das dereinst Ideale hatte und sich nun der Diktatur des Monetariats unterwirft, um ja eine Unze abzubekommen. Als Engländer ist man schließlich nah genug dran an der großen Blase, die nicht zuletzt vom kampfbereiten "What do you want" mit heftigen Sequenzer-Tritten malträtiert wird. Der alte Heuler "Rats in my bed" frönt in einer Neubearbeitung ausgiebigst seinen hymnischen Fanfarensounds und geht als knallderber Tanztrack mit jeder Menge Gefühl durchs Ziel. Als hätten die Hellectro-Kasper plötzlich Authenzität gefressen und den Verzerrer weggeworfen. "Drone" stößt in ein ähnliches Horn, allerdings sanfter. "Burn" setzt dem höllischen Fass schließlich die Zappelkrone auf und beschwört die Leads des Bandklassikers "Yakutska" in das feurige Paradies aller Elektrolurche. Wenn die CD einen echten Höhepunkt besitzt, dann diesen.

      Machen wir uns nichts vor. Auch dieses Album wird keine Unmassen an Käufern finden. Aber es ist ein klares Statement in einer Welt, in der nahezu jede und jeder käuflich ist: Mit uns nicht, sagen Click Click: Wir sind und bleiben Individuen mit eigener Meinung. Dafür hat es nicht alleine den Schlussapplaus eines kleinen Rezensenten-Frosches verdient. Musik zum würdevollen Altern.



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