Joachim Witt

      Joachim Witt - Neumond CD vö : 25.04.2014

      Bei vielen Künstlern ist die Luft nach einigen Jahren raus. Nicht so bei Joachim Witt. Wie ein guter Wein reift er mit der Zeit. Dies macht sich auch in seiner Musik bemerkbar. Zunächst in der Neuen Deutschen Welle als „Goldener Reiter“ unterwegs landete er zusammen mit Peter Heppner und dem Song „Die Flut“ einen Top Ten Hit. Ein erster Erfolg für seine Solokarriere. Auch wenn er mit den „Bayreuth“ Alben keinen enormen Erfolg verbuchte, machte Joachim Witt weiter. 2012 erschien sein letztes Werk „Dom“. Nun meldet er sich mit seinem neusten Werk „Neumond“ zurück und bereits die Single „Mein Herz“ ermöglichte einen ersten Einblick in die neue Scheibe.

      Zwölf brandneue Stücke sind auf diesem Longplayer zu finden. Der erste Track heißt „Aufstehen“, ein richtiger Mut-Mach-Song. Dieser versprüht ein positives Gefühl und ist sehr angenehm zu hören. Ungefähr bei der Hälfte wird eine instrumentale Bridge eingebaut, die sehr gelungen ist und das Lied hervorhebt. „Die Erde brennt“ folgt darauf und beginnt mit Glockenschlägen, Gitarre und Synthesizer. Später reiht sich eine Flöte ein. Harmonisch und sanft verbleiben die Instrumente und irgendwie vermittelt der Song zwar den Weltuntergang, doch man hat das Gefühl, dass dies gar nicht so schlimm ist. Ruhiger ist „Bis ans Ende der Zeit“, traurig und langsam erzählt es von dem Leid einer Person, die einen geliebten Menschen verloren hat und jemanden, der dieser Person beisteht. Der Protagonist schafft es, neuen Mut zu fassen. Wunderschöne Botschaft und auch hier stimmt alles – Gesang, Melodie. Selbst die Glocken finden einen passenden Platz. Auch wenn der Song ruhig ist, bleibt er positiv. Nun folgt die erste Singleauskopplung „Mein Herz“. Auch fröhlich flott und ein schönes Spiel zwischen Synthesizer und elektronischen Komponenten. Die textliche Komposition kann sich hören lassen und lässt die Sonne scheinen. „Es regnet in mir“ erinnert zu Beginn an die glorreiche Synthie-Pop-Ära. Wer eine Ballade oder traurigen Song erwartet, der irrt sich. Auch wenn der Text negativ belastet ist, vermittelt er die Botschaft nicht aufzugeben. Bei „Strandgut“ legt Joachim Witt sofort mit seinem Gesang los. Auch hier wird positive Energie ausgestrahlt und der Track eignet sich perfekt, um mal einen Nachmittag in der Hängematte im Sonnenschein zu verbringen. Der nächste Song ist „Ohne dich“. Hier wird ein Lächeln gezaubert und auch die instrumentale Bridge erheitert das Gemüt. Der Text klingt traurig, aber ohne dabei schlechte Laune zu verbreiten. Nun kommt „Neumond“. Hier wirkt der Beginn düster, der Song ist auch mehr ein Zwischensong. Nicht wirklich einprägsam wirkt es mehr als Lückenfüller. „Spät“ greift wieder den gute Laune Faktor des gesamten Albums auf. Der Refrain wird von Synthesizern unterstützt. Mehr elektronisch und schroffer wirkt „Dein Lied“. Hier stehen vor allem die elektronischen Elemente im Vordergrund und auch die Stimme wird variiert. Der Refrain ist wieder fröhlich und reiht sich in das fließende Konzept des Albums ein. Auch hier gelingt ein harmonischer Sound. „Frühlingskind“ ist der vorletzte Track und bringt jedes Herz zum Schmelzen. Ein wunderschöner Liebessong, ohne kitschig zu wirken (passiert leider zu oft). Er lädt zum Träumen ein und lässt die Sonne in das Herz. „Fahnenmeer“ dient mehr als ein instrumentales Outro des Albums. In diesem Outro erkennt man die Melodie von „Aufstehen“ wieder und dieses lässt „Neumond“ würdevoll ausklingen.

      Fazit: Endlich mal ein Album, das weder düster noch traurig ist. Auch wenn manche Texte traurig klingen, schafft die Instrumentierung die sensiblen Texte angenehm zu verpacken. Eine Scheibe passend zur kommenden Jahreszeit. Gute Laune, schöne Melodien und kreative Texte auf eine einzige CD gepresst. Für Freunde der guten Laune, die CD für den Frühling!


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      Joachim Witt - Neumond CD vö : 25.04.2014

      Ich fange meine Review heute mal, was ich sonst eigentlich nicht tue, mit einem Zitat von der Facebook Seite des Künstlers an, denn besser kann man Joachim Witt nicht beschreiben!

      Zitat: “Wie oft schon hat Witt einen radikalen Wandel vollzogen? Sich neu interpretiert und unbekanntes Terrain erobert? „Neumond“ ist Studioalbum Nummer 14, und genau so oft hat Witt im Laufe seiner Karriere Grenzen durchbrochen – sei es in Sachen Musik, Inhalt oder Genre: Sein Debüt „Silberblick“ war noch kunstversessener Gitarrenpop, der Nachfolger „Edelweiß“ brachte düsteren Elektro, gefolgt von gepflegtem Hochglanzpop auf „Märchenblau“. Und das waren nur die ersten drei Platten… Im Laufe der Jahre folgten mal kristallklarer Synthiepop, dann wieder brachialer Industrial-Funk, sogar Ausflüge in den Schlager waren manchmal kein Tabu. Später wurde Witt von Jahr zu Jahr härter, im dritten Teil seiner „Bayreuth“-Reihe gar unerbittlich. Eines aber hatten all seine Werke gemeinsam: Sie waren in dem, was sie ausmachte, immer absolut kompromisslos. Und so ist es auch jetzt bei „Neumond“ Wie gesagt; besser kann man es nicht sagen.

      Als „Goldener Reiter“ hat Joachim Witt, während der Neuen Deutschen Welle, wohl seinen bekanntesten Hit gelandet und ihn auf ewig mit diesem verbunden. Ähnlich fest in den Köpfen derer, die nicht unbedingt zur Fan-Schar des Hamburgers gehören, sitzt wohl außer dieser Nummer nur der „Herbergsvater“, „Die Flut“(feat. Peter Heppner) und die 2012er Single „Gloria“, von letzten Album DOM. Vor allem mit „Die Flut“ und „Gloria“ feierte Witt nochmal zwei große Hits. Bei Mono Inc. Fans dürfte auch die Single „Kein Weg Zu Weit“ ihre Spuren in Sachen Joachim Witt hinterlassen haben.
      Dass diese Zusammenarbeit der beiden Hamburger Künstler mehr als nur eine Single darstellt, zeigt sich auf der neuen Witt Scheibe „Neumond“. Die Handschrift von Mono Inc. Frontman Martin Engler zieht sich durchs ganze Album. Da die beiden auch stimmlich ähnlich veranlagt sind, scheint sich diese Partnerschaft geradezu anzubieten. Die Kombination aus dem elektronischen Dark Rock/Pop und der markanten dunklen Stimme Joachims passt wie die Faust aufs Auge und erzeugt eine leicht melancholische Stimmung. Der Gesang vermag es dabei Traurigkeit, Melancholie aber auch genauso Hoffnung auszudrücken und dementsprechend die Stimmung auf den Hörer zu übertragen.
      Aber nicht nur der Gesang schafft dies, nein auch die Musik selbst vermag es diese Stimmungen zu erzeugen. Mal sind es treibende Beats die zum tanzen animieren(„Die Erde brennt“[Club-verdächtig]), mal sind es dunkle, atmosphärische Rhythmen die nachdenklich stimmen(„Bis ans Ende der Zeit“) und an anderer Stelle gibt es dann Hoffnungsträchtige Melodien, die durch den lyrischen Inhalt noch zusätzlich betont werden(„Frühlingskind“). Oder z.B. in „Dein Lied“; hier vermag es ein stampfender Rhythmus, mit „zirpenden“ Elektronik-Samples vermischt und der Gesang, der fast als Sprechgesang daherkommt, einen Song zu gestalten, der Härte, Gefühl und Melodie gleichermaßen zum Ausdruck bringt.
      Das ganze Album ist sehr stimmig, was sicher wieder den einen oder anderen dazu verleiten wird zu sagen; „ das klingt alles gleich“. Aber dem ist nicht so. Sicher sind sich die Songs in gewisser Weise ähnlich, aber wer das Album nicht einfach nur nebenher laufen lässt, sondern zuhört, wird schnell merken wie variabel die Songs, trotz ihre ähnlichen Strukturen, sind.
      Zum passenden Klangerlebnis trägt auch die saubere, druckvolle Produktion, die allerdings nichts Überproduziertes hat, bei. Hier wird die Musik sehr schön in Szene gesetzt.

      Fazit Joachim Witt hat mit „Neumond“ ein sehr stimmiges und emotionales Album geschaffen, welches nicht nur Szene-Intern großen Anklang finden dürfte. Große Melodien werden hier mit Atmosphäre und Gefühl in Einklang gebracht und schaffen es den Hörer auf eine Emotionale Berg und Tal Fahrt mitzunehmen, ohne dabei aufgesetzt oder Pathetisch rüberzukommen.



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      Joachim Witt - Neumond CD vö : 25.04.2014

      Dem Monde gleich zieht Joachim Witt seine Runden und es geht von beiden eine ungeheure Kraft aus. Der Meister der deutschen Sprachgewalt und Poesie beehrt uns (nur anderthalb Jahre nach dem letzten grandiosen Album "Dom") mit einem weiteren musikalischen Kunstwerk. Hierbei ist der tragische, bombastische und teils schwere Charakter des Vorgängers nur zum Teil bewahrt worden. Stattdessen durchzieht eine angenehme, erhebende und oft sogar beschwingte Luftigkeit die neuen Songs. Mal jubilierend, oft sehr eingängig, aber nie im Pop-Einerlei versinkend, hat die Zusammenarbeit mit Martin Engler von Mono Inc. wirklich schmackhafte Früchte getragen. Die elektronische Komponente wirkt dabei viel dominanter als noch zuletzt und die Streicher wurden durch Gitarren ersetzt, die jedoch so gut ins Klangbild eingebettet sind, dass man sie oft gar nicht als solche wahrnimmt. Die treuen Fans von Joachim Witt werden auch diese musikalische Entwicklung gut annehmen können, da sich der Herbergsvater in seiner langen Karriere noch nie auf eine Stilrichtung festgelegt hat und das verbindende Element immer schon die Texte waren. In dieser Hinsicht hat Herr Witt auf jeden Fall wieder Großes geleistet und viele berührende, ergreifende sowie aufrüttelnde Verse verfasst. Die erste Single "Mein Herz" vermittelt davon einen guten Eindruck, ist jedoch nur ein wirklich kleiner Ausschnitt aus dem lyrischen Universum von "Neumond". Einen Schritt weiter in die Thematik der tiefen Verbundenheit zweier Menschen geht zum Beispiel "Bis ans Ende der Zeit", das die Gefühlswelt des Hörers geradezu in Aufruhr versetzt. An anderer Stelle geht es um bewegende Abschiede ("Ohne Dich") oder gewohnt tief gehende Selbstreflektion ("Es regnet in mir", "Strandgut", "Neumond"). Dem gegenüber stehen positiv aufrüttelnde Lieder wie "Aufstehen" und "Die Erde brennt", aber auch "Spät" und "Frühlingskind" reißen einfach mit, spenden Kraft und können vom Hörer labend aufgesogen werden.

      Somit kommt trotz gehaltvoller Inhalte nie lange Schwermut auf, vielmehr ist das Album wunderbar im Stande, die Seelen-Akkus wieder mit Energie zu versorgen und frischen Wind aufkommen zu lassen. Herrlich!



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      Joachim Witt - Neumond CD vö : 25.04.2014

      Mit 65 Jahren ist Joachim Witt ein alter Hase im Musikgeschäft. Und wenn man über Jahrzehnte aktiv musiziert (in Witts Fall immerhin seit 1973) verwundern Entwicklungen im Sound nicht sonderlich. Doch diese Diskographie ist voller unerwarteter Brüche, allen gemein nur Witts Faible für eigentümliche Texte. Nur 2 Jahre nach dem epischen ‚Dom‘ und der Single „Gloria“, die vor allem durch das kontroverse Video viel Aufsehen erregte, erscheint nun „Neumond“ und damit ein weiterer Stilwechsel.

      Rock, Pop, Neue Deutsche Welle, Neue Deutsche Härte und pompöse Elektronik – Joachim Witt entschied sich schon für so einige Stile. 2014 überrascht er mit poppiger und tanzbarer Schlager-Elektronik, die so ganz unerwartet aus den Boxen dringt. Schnellere Tanznummern wie die ersten Single „Mein Herz“ oder „Die Erde brennt“ wechseln sich ab mit Schmachteschlager („Strandgut“), basslastigen Elektronummern („Spät“) oder Balladen wie „Bis ans Ende der Welt“. Die Programmierung ist dabei zu jedem Zeitpunkt professionell, treibend und bietet ein schönes Spektrum, das auch etwas mehr Härte (wie in „Dein Lied“) zulässt. Ist man auf diesen Sound eingestellt wirkt ‚Neumond‘ zwar wunderschön programmiert, zugegebenermaßen aber musikalisch wenig spannend – man nehme nur „Mein Herz“, zu dessen sehnsüchtiger Melodie sich mit steigernder Dramatik Pauken gesellen. Oder „Strandgut“, dessen Melodie und Gesangslinie (vor allem im Refrain) auch gut von Matthias Reim hätte stammen können. Melodien, wie man sie oft gehört hat. Stilmittel, die sich (bei anderen Bands) schon oft bewährt haben.

      Doch ein Witt Album lebt vor allem von den Texten. Und auch 2014 schafft er es, mit seiner schönen und charismatischen Stimme Texte ins Mikro zu raunen, die mit scharfer Schneide die Befürworter von den „Kitsch!“-Unkenrufern teilen wird. Beginnend mit dem noch düster anklingenden „Aufstehen“, in dem ‚wir‘ noch eisern sind bietet Witt uns ein Konglomerat unterschiedlichster Motive. Sicherlich werden viele schon bald den Refrain von „Die Erde brennt“ mit Inbrunst mitsingen und man kann für jede Stimmung sein Lied auf der CD finden. Doch Witt schafft es wieder, mit eigentlich klaren Bildern, die er beschreibt, das Kernthema in fast jeden Liedes unausgesprochen zu lassen, damit jeder Hörer die Worte auf sich übertragen kann: Warum brennt die Erde? Warum braucht die Person in „Bis ans Ende der Zeit“ Trost? Was ist dem ehemals Glücklichen in „Strandgut“ wiederfahren? Warum ist die Person aus „Dein Lied“ fort? Witt spielt mit einer Nicht-Greifbarkeit, die dem geneigten Hörer erlauben, sich angesprochen zu fühlen. Doch nutzt er dabei bittersüß, kitschige Motive und reimt, dass es manchmal schmerzt (wie zu Beginn von „Frühlingskind“):

      "Wenn der Winter deine Seele nimmt
      Tag und Nacht sind kalt und leer
      Immer öfter eine Träne rinnt
      Und das Herz wird dir so schwer"

      ‚Neumond‘ wird Fans erfreuen, die Leichtigkeit der Melodien wird sicherlich auch mehr Menschen ansprechen (vor allem Pop- und Schlagerfreunde, die mit der Schwere oder dem Pathos vergangener Alben wenig anfangen konnten). Das ist wünschenswert, auch wenn damit einhergeht, dass das Album musikalisch und textlich wenig Aufregendes zu bieten hat, sondern bekannte Motive und Melodien nur geschickt zusammenfügt. Mir ist es auf Dauer zu kitschig und zu zahm, auch wenn einige Lieder gezündet haben. Mal sehen, was uns der ehemalige „goldene Reiter“ (der sich im CD-Inneren auch zu Pferde zeigt – Daumen hoch), in den kommenden Jahren noch so präsentieren wird.



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      Die neue Single „Die Erde brennt“ erscheint am 27.06.2014.

      Dazu gibt es ein Live Video aus der Markthalle Hamburg, das die grandiose Atmosphäre der „Neumond“ Tour einfängt.

      Den kompletten „Die Erde brennt“ Clip könnt ihr am 17.06. ab 17 Uhr exklusiv auf muzu.tv sehen.

      Einen ersten Eindruck davon bekommt ihr hier:



      [YouTube]https://www.youtube.com/watch?v=XY_o7Ent0h4[/media]