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Wurzelwerk

Still Waters

Registrierungsdatum: 31. Januar 2010

Beiträge: 8

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1

Montag, 1. Februar 2010, 17:11

Honour

Soweit ich sehe, wurde Honour hier noch nicht übersetzt,
daher versuche ich einmal mein Glück:


Honour

Passive fields. January two thousand and twelve.
A nation that stands alone.
Cold voices, faces pale, gathered unto their judgement day.
Such words remain unspoken. Such pride remains unbroken.
Just mothers to stand in vain and cry.
Tears and medals in the rain.

Shall I recall when justice did prevail?
No reason to be found why reason did fail.
The all clear resounding.
The way was clear to rebuild this land.

Shall I call on you to guide me well,
to see our hopes and dreams fulfilled?
On this day of our ascension.

Stand your ground this is what we are fighting for.
For our spirit and laws and ways.
Cry havoc and let slip the dogs of war.
For heaven or hell we shall not wait.

Shall I think of honour as lies
or lament it's aged slow demise?
Shall I stand as a total stranger/cold reminder
on this day in this stone chamber?


The all clear resounding.
The way was clear to rebuild this land.
Shall I call on you to guide me well.
To see our hopes and dreams fulfilled.
On this day of our ascension, on this day we praise the fallen.

© VNV Nation

-----------------------------------------------------------------------------------

Übersetzung:


Ehre

Teilnahmslose Felder. Januar Zweitausendundzwölf.
Eine Nation, die unerreicht ist.
Kalte Stimmen, die Gesichter blass, versammelt zu ihrem Jüngsten Tag.
Solche Wörter bleiben ungesagt. Solcher Stolz bleibt ungebrochen.
Nur Mütter, die vergebens dastehen und weinen.
Tränen und Ordern im Regen.

Soll ich an den Moment erinnern, als die Gerechtigkeit obsiegte?
Kein findbarer Grund dafür, wieso der Verstand unterlag.
Der “Gefahr vorüber”-Ruf hallt nach.
Der Weg war frei, um dieses Land wiederaufzubauen.

Soll ich mich auf euch berufen, mich wohlbehalten zu führen,
Dafür zu sorgen, dass unsere Hoffnungen und Träume erfüllt werden?
An diesem Tag unseres Aufstiegs.

Behauptet euch, dies ist das wofür wir kämpfen.
Für unseren Geist, unsere Gesetze und Gepflogenheiten.
Ruft den Schlachtruf und last die Kriegshunde los.
Ob Himmel oder Hölle, wir werden nicht warten.

Soll ich bei Ehre an Luegen denken,
Oder ihren verjährten, langsamen Verfall?
Soll ich als völlig Fremder / als kalte Mahnung dastehen,
An diesem Tag, in dieser Steinkammer?

Soll ich an den Moment erinnern, als die Gerechtigkeit obsiegte?
Kein findbarer Grund dafür, wieso der Verstand unterlag.
Der “Gefahr vorüber”-Ruf hallt nach.
Der Weg war frei, um dieses Land wiederaufzubauen.
Soll ich mich auf dich berufen, mich wohlbehalten zu führen,
Dafür zu sorgen, dass unsere Hoffnungen und Träume erfüllt werden?
An diesem Tag unseres Aufstiegs; an diesem Tage loben wir die Toten.
"Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen." - Arthur Schopenhauer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wurzelwerk« (1. Februar 2010, 22:24)

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fox1986

Honour

Registrierungsdatum: 20. Februar 2008

Beiträge: 108

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Wohnort: SH

2

Dienstag, 2. Februar 2010, 06:20

Stimmt, an Honor haben sich noch nicht viele probiert. Habe auch seit Längerem eine Übersetzung zu Honor rumliegen, die jedoch etwas freier ist. (Meines erachtens sind 1:1 Übersetzungen der VNV Texte ohnehin sinnlos):

Ehre

Schlachtfelder der Stille, Januar 2012,
Eine Nation allein auf sich gestellt.
Kalte Stimmen, die Gesichter blass,
Ausharren bis zum Ende aller Tage.
Die Worte, unausgesprochen,
Der Stolz, ungebrochen.
Nur Mütter, voller Schmerz, die Tränen,
gehen nieder auf die Orden die am Boden liegen.
Sollen ich mich zurückziehen wenn die Gerechtigkeit die
oberhand gewinnt?
Es gibt keinen Grund warum die Vernunft versagt hat.
Es war ein überwältigender Sieg.
Der weg war frei dieses Land wieder aufzubauen.
Sollte ich darauf vertrauen, dass du mich führst,
damit unsere Hoffnungen und Träume in Erfüllung gehen?
Am Tag unserer Erlösung

Refrain:

Niemals aufgeben, das ist das wofür wir kämpfen.
Für unseren Glauben und unsere Rechte.
Beweinen die Verwüstung und lassen Söldner vorrücken.
Wir sollten nicht auf Himmel oder Hölle warten.
Soll ich an die Lügen denken wenn man von Ehre spricht
oder ihren langsamen Niedergang beweinen?
Soll ich an diesem Tage, als stiller Zeuge im
dunklen Verließ verharren?
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Wurzelwerk

Still Waters

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3

Dienstag, 2. Februar 2010, 15:36

Eine interessante Fassung. An einigen Stellen würde ich wiedersprechen, wie ja an meiner Übersetzung deutlich wird, aber mich würde hauptsächlich einmal interessieren, wie du das Lied interpretierst. Ich finde, bei deiner Übersetzung geht der kontemplative, bereuende, "Hinterher ist man immer schlauer"-Grundton des Liedes verloren. Stattdessen scheint deine Fassung eine gewisse Siegestrunkenheit auszudrücken, als ob es um einen Anführer ging, der am Ende als Sieger dasteht ("Es war ein überwältigender Sieg"), da er nur auf sich gehört hat und somit am Ende obsiegt.
Aber das liegt vielleicht an einer anderen Interpretation, denn für mich ist das Lied im Kern ein Antikriegslied, das das Gefühl ausdrückt, dass manche haben, nachdem ein großer Krieg alles zerstört hat (Man beachte auch "January 2012", das Untergangsjahr laut der Mayas, das ja gerade nach Wolfgang Petersens Film in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erhält).
"Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen." - Arthur Schopenhauer
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fox1986

Honour

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4

Dienstag, 2. Februar 2010, 20:45

Eine interessante Fassung. An einigen Stellen würde ich wiedersprechen, wie ja an meiner Übersetzung deutlich wird, aber mich würde hauptsächlich einmal interessieren, wie du das Lied interpretierst. Ich finde, bei deiner Übersetzung geht der kontemplative, bereuende, "Hinterher ist man immer schlauer"-Grundton des Liedes verloren. Stattdessen scheint deine Fassung eine gewisse Siegestrunkenheit auszudrücken, als ob es um einen Anführer ging, der am Ende als Sieger dasteht ("Es war ein überwältigender Sieg"), da er nur auf sich gehört hat und somit am Ende obsiegt.
Aber das liegt vielleicht an einer anderen Interpretation, denn für mich ist das Lied im Kern ein Antikriegslied, das das Gefühl ausdrückt, dass manche haben, nachdem ein großer Krieg alles zerstört hat (Man beachte auch "January 2012", das Untergangsjahr laut der Mayas, das ja gerade nach Wolfgang Petersens Film in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erhält).
Knapp gesagt: Sowohl als auch. Ich denke nicht dass es um die Gedanken des Anführers geht, sondern um die Gedanken einer ganzen Nation die blind ihrer falschen Vorstellung von Ruhm und Ehre gefolgt sind und nun in einem vernichtendem Krieg alles verloren haben. Damit ist das Lied sowohl ein Versuch sich reinzuwaschen von der eigenen Schuld, als auch ein Klagelied an die, die sie ins Verderben geführt haben. Der Refrain mag nach "Pro-Krieg" und recht patriotisch klingen. Doch ich sehe darin eher die Verzweiflung die sich darin ausdrückt, das das Volk nunmal diese Siegesparolen eingetrichtert bekommen hat und somit """Niemals aufgeben, das ist das wofür wir kämpfen. Für unseren Glauben und unsere Rechte.""" wohl puren Zynismus wiederspiegeln soll, da die Situation ja schon längst aussisichtslos und der Krieg verloren ist und der eigene Glaube und die Rechte nichts eigenes sind, sondern das, was der kriegslüsternde Staat den Bürgern als Kriegsgrund vorgeschoben hat.


Somit sehe ich in dem Stück auch in gewisser weise ein "Antikriegslied", obwohl es meines erachtens eher um die Frage nach dem eigenen Gewissen, als um die Verurteilung von Kriegsverbrechen oder Krieg im eigentlichen Sinne geht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »fox1986« (2. Februar 2010, 20:53)

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Wurzelwerk

Still Waters

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5

Mittwoch, 3. Februar 2010, 20:48

Interessant! So habe ich das Lied noch nicht betrachtet, aber da ist durchaus was dran!
"Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen." - Arthur Schopenhauer
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