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aaof

Genesis

Registrierungsdatum: 20. Januar 2002

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1

Montag, 6. Januar 2003, 20:36

Sind wir anders ?!

Wir hatten zwar dieses Thema schon in einer ähnlichen Art schon des öffteren - aba ich will diesen Tread trotzdem eröffnen !

Ich höre gerade mal wieder wild durch meine Cd-Schätze und stelle mir mal wieder eine Frage: Ist mein Geschmack denn normal ? Und wenn nicht, was ist denn bitte noch normal ?

Ich meine ich höre Suicide Commando, gefolgt von Hocico,
In Strict Confidence, VNV, And One, Lacrimosa usw.

Was ich höre ist geniale Electro-Musik, Darkwave und Gotik-Musik ! Sie ist hart, extrem, manchmal sehr düster, melancholich und weckt hin und wieder düstere, gefährliche Gedanken in mir - kurzum Ängste werden hin und wieder wach in mir und sie werden zu nehmend real.

Es gibt sogar gewisse Alben, die ich mittlerweile vor lauter "Angst" gar nicht mehr hören will, weil mir ihre Texte oder ihre Atmosphäre einfach zu kalt und zu gefährlich wird !

Wir geht ihr damit um ? Manchmal habe ich das Gefühl, dass Gleichgesinnte die diese Musik hören, sich von der Realität weg bewegt haben und sich meiner persönlichen Logik verschliessen. Vielleicht bin ich auch durch Vorurteile belastet, die mich bevor ich ein Anhänger dieser Szene/meiner jetzt geliebten Szene geprägt haben.

Ich persönlich ziehe nach wie Unterhaltung vor Verstand und Tiefe vor. Aba meine Rechnung geht nicht mehr so auf, wie ich mir das gedacht und erhofft habe.

Ein Bestandteil & Anhänger dieser Szene zu sein, bedeutet mehr als nur Konsum und Suche & Sucht nach einer "netten" Melodie. Dunkle Melancholie umgibt mich immer mehr, je tiefer ich in die Szene "hinab" steige...


Jetzt stellen sich gewisse Fragen für mich auf...

Passe ich persönlich nicht in diese Szene rein, oder muss ich noch lernen, mit Melancholie und düsteren "Begebenheiten" umzugehen ?

Vielleicht wirke ich mit diesem Tread wie ein "Proll" der nicht weiss, wo hin mit ihm, aba das ist mir noch relativ egal...

Ich will mich einfach auch mal über die Gefahren und Erfahrungen austauschen, die unsere Szene mit sich bringt...

Bin auf eure Erfahrungen und Reaktionen sehr gespannt....

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stu

Honour

Registrierungsdatum: 6. April 2002

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2

Montag, 6. Januar 2003, 21:34

Ich will mich nicht mit der Thematik befassen ob ich den soo anders bin als andere, natürlich bin ich anders, aber es hält sich in grenzen.
Und ich meine, man kann als VNV Fan auch mit mädchen flirten die zu Las Ketchups tanzen.
aber ich glaube ich habe die frage falsch verstanden.
ich glaube eher du fragst, wieso wir solche musik hören und warum uns brosis nicht gefällt.
und das geht mir jetzt ins zu philosophische, ich muss morgen um 5 raus und wegen dir kann ich nicht einschlafen weil ich die ganze zeit darüber nachdenken muss. verdammt!!!


//
flex


achja, nochwas:

Zitat

Original von AndreAndOneFan
Es gibt sogar gewisse Alben, die ich mittlerweile vor lauter "Angst" gar nicht mehr hören will, weil mir ihre Texte oder ihre Atmosphäre einfachh zu kalt und zu gefährlich wird !


als kleines kind gefielen mir viele lieder der "ersten allgemeinen verunsicherung" aka. "EAV" so eine art "JBO" (wenigstens damals) aus austria. irgendwann hab ich mal das album "Hospitalo Fatalo" oder so bekommen, und das war mir auch zu hart. leider find ich es nicht mehr, aber nach diesem album konnte ich lange zeit nix mehr von der band hören, weil ich so geschockt war.
sollte ich vielleicht mal wieder anhörn ^^.

WiNnErs DoN't Do DifFeReNt ThInGs, BuT tHeY dO tHiNgS dIfFeReNtLy.

endlich passt das nun einigermaßen mit dem ava

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aaof

Genesis

Registrierungsdatum: 20. Januar 2002

Beiträge: 7 714

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3

Montag, 6. Januar 2003, 22:14

@ stu

Deine Antworten sind nicht dass, was ich unbedingt erwartet habe. Was deine schlaflose Nacht angeht, so bitte ich 1000x um Verzeihung ;).

Was meine Ängste angeht, ob ich noch relativ normal bin oder nicht, war nicht unbedingt mit einem Vergleich zu den bekannten Popperlen angedacht, die auf VIVA rauf und runter hoppeln.

Es ging vielmehr um den Stil, die Ausrichtung und Aussage die uns unsere Musik transportieren will und tut.

Fest steht doch, dass unsere Musik mehr als nur Melodie und Spass vermitteln will. Nicht nur die Texte vermitteln dieses Gefühl, sondern auch die Atmosphäre der Musik die wir so gerne hören.

Ich suche mir meinen Spass und ein gutes Gefühl aus der Musik, ohne in den Tiefen des "Sinns" hinein zu stochern - bisher.

Durch diesen Zustand stoße ich zwar zum Teil auf Wiederstand und Unverständiss, aba bisher konnte ich damit ganz gut leben.

Ich suche weder geistreiche Lyrics noch irgendwelche Antworten, aba ich fühle mich zunehmend beeinflusst, was mir mißfällt.
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Cyco

unregistriert

4

Montag, 6. Januar 2003, 22:15

Tja, da haben bestimmt Einige gedacht dass so´n Thread nur von mir kommen kann. :P
Ich nehm jetzt mal´n paar Antworten vorweg: Nein, wir sind nicht anders, wir haben nur ´nen anderen Musikgeschmack. Chartshörer führen auch philosophische Gespräche und in Wirklichkeit sind wir gar nicht so düster wie wir uns nach außen hin geben!


Zitat

Original von AndreAndOneFan
Es gibt sogar gewisse Alben, die ich mittlerweile vor lauter "Angst" gar nicht mehr hören will, weil mir ihre Texte oder ihre Atmosphäre einfach zu kalt und zu gefährlich wird !

Interessant, welche sind das denn? Vielleicht ist was für mich dabei! :D
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Jirko

The Farthest Star

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5

Montag, 6. Januar 2003, 22:35

Zitat

Original von Cycosia
Nein, wir sind nicht anders, wir haben nur ´nen anderen Musikgeschmack. Chartshörer führen auch philosophische Gespräche und in Wirklichkeit sind wir gar nicht so düster wie wir uns nach außen hin geben!


ich denke, so ist es, und nicht anders!
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aaof

Genesis

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6

Montag, 6. Januar 2003, 22:41

Zitat

Original von Cycosia
Tja, da haben bestimmt Einige gedacht dass so´n Thread nur von mir kommen kann. :P
Ich nehm jetzt mal´n paar Antworten vorweg: Nein, wir sind nicht anders, wir haben nur ´nen anderen Musikgeschmack. Chartshörer führen auch philosophische Gespräche und in Wirklichkeit sind wir gar nicht so düster wie wir uns nach außen hin geben!


Hi Cycosia !

Willkommen in der Diskussion !

Das dieser Tread von mir kommt, spricht doch nur für dich, es gibt auch andere Leutz die sich so ihre Gedanken um die Welt um sich herum machen... Ich bringe es zwar nicht zur der geistigen Reife wie du (das ist wirklich ernst gemeint), aba auch ich mache mir so meine Gedanken ! Ich bin von einer Welt umgeben, die meine Musik nicht sonderlich mag (ausser hier im Forum und einigen wenigen Freunden) der Rest hält Abstand und schüttelt den Kopf...Ich schätze beide Fraktionen gleicher maßen, ohne unbedingt Partei ergreifen zu wollen. Jeder hat seine Meinung und die ist erstmal akzeptiert.

Aba auch ich fange langsam an, meinen Geschmack ernsthaft zu hinterfragen....Nicht das die Musik schlecht wäre (das Gegenteil ist der Fall), aba die Fülle an fremden und eigenen Interpretationen macht mir doch ein wenig zu schaffen. Ich gehe in die Clubs und sehe schwarz um mich herum... Für mich wirken viele Anhänger nur erbärm- und lächerlich.

Ich fühle mich machmal wie ein "Kapitalist" unter Schafen.
Auf der einen Seite die, auf der anderen Seite ich. Wir hören zwar die selbe Musik, aba ich kopiere weder noch lebe ich wie sie die Ansichten und Lyrics ihrer Musik (unbedingt auch meiner) nach aussen vor.

Ich bin nur der Konsument - mehr nicht....



Zitat

Original von AndreAndOneFan
Es gibt sogar gewisse Alben, die ich mittlerweile vor lauter "Angst" gar nicht mehr hören will, weil mir ihre Texte oder ihre Atmosphäre einfach zu kalt und zu gefährlich wird !

Zitat

Original von Cycosia
Interessant, welche sind das denn? Vielleicht ist was für mich dabei! :D


Bands mit viel deutschen Lyrics... Lacrimosa, Goethes Erben oder Illuminate um nur einige zu nennen.

Ansonsten einiges was in den Industrial-Sektor oder den härteren EBM-Sektor ziehlt, wie Wumpscut, Suicide Commando oder Decoded Feedback. Ich höre mir zwar die Sachen sehr gerne an, aba die Stimmung muss eben entsprechend sein...
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7

Montag, 6. Januar 2003, 22:43

nun, ich denke das viele in der szene nachdenklichkeit und melancholie eher zelerbrieren können, als andere (das heißt nicht, das sie es den ganzen tag tun). wer in köln gelebt hat, wird jedes jahr konfrontiert mit verdrängung negativer gefühle und pflicht zur oberflächlichkeit in Reinform (nennt sich Karneval)... es gibt auch in 'schwarzen' clubs fast nie türsteher, die zu häßliche menschen aussortieren... naja man kann das nicht alles über einen kamm scheren... aber ich sehe da schon gewisse tendenzen.
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Jirko

The Farthest Star

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8

Montag, 6. Januar 2003, 22:55

wir haben wohl einen gewissen hang zu schöner lebensweisheit, romantik und gefühlen...
schon anders als ein typischer diskogänger

wir erleben eventuell auch kraft durch andere sachen wie musik, liebe, romantik, erotik, gespräch und atmosphäre

aber sind wir so anders?

ich bin gern ich, ich bin stolz, diese unsere musik zu hören, mich vom typischen durchschnitt, der goldenen mitte zu berfreien, zu lösen...
aber bin ich anders, empfinde ich diese unsere welt anders?

ich genieße sie auf meine weise und trauere auf meine weise, über die dinge, die mich tief treffen, aber

das tuen alle menschen irgendwie, jeder für sich!
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aaof

Genesis

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9

Montag, 6. Januar 2003, 23:03

Zitat

Original von Manuel (EiD)
nun, ich denke das viele in der szene nachdenklichkeit und melancholie eher zelerbrieren können, als andere (das heißt nicht, das sie es den ganzen tag tun). wer in köln gelebt hat, wird jedes jahr konfrontiert mit verdrängung negativer gefühle und pflicht zur oberflächlichkeit in Reinform (nennt sich Karneval)... es gibt auch in 'schwarzen' clubs fast nie türsteher, die zu häßliche menschen aussortieren... naja man kann das nicht alles über einen kamm scheren... aber ich sehe da schon gewisse tendenzen.


Melancholie gehört sicher zu den wichtigen Eigenschaften des Menschen, aber deshalb will und kann ich diese nicht den ganzen Tag zelebrieren. Was Großstädte wie Köln angeht, so möchte ich dort nicht einmal geschenkt leben. Ich war am We in Frankfurt und das hat mir wieder einmal völlig gereicht. Man hat irgendwie das Gefühl, von allen Seiten mit negativer Energie beschossen und umhüllt zu werden. Die Größe, die Kälte, Egoismus und die Konzentration an Menschen macht mir persönlich Angst.

Ich fühle mich beobachtet und leider sogar ein wenig an Platzangst.

Ps: Was die Türsteher in schwarzen Clubs angeht, so ist das bei uns auch sehr gemäßigt. Mehr als einen oder zwei haben und brauchen wir einfach nicht.

Was aba an der zum Teil merkwürdigen "düsteren" Atmosphäre wenig ändern tut.

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Cyco

unregistriert

10

Montag, 6. Januar 2003, 23:08

@AAOF:

Mein Statement war nicht meine Meinung, sondern das was die meisten wohl sagen würden, und ich fühl mich mal wieder bestätigt.
Tja, ich könnte jetzt auf den von mir erstellten Elite-Thread verweisen, aber dann geht das Geflenne wieder los und ich krieg solche Antworten wie ich sie vorhin schon so weise vorausgesagt hab! Ist der Witz jetzt angekommen?
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aaof

Genesis

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11

Montag, 6. Januar 2003, 23:18

@ Jirko

Das hast du schön gesagt !

Aber der Hang zu schöner Lebensweisheit die unsere Szene uns so schön vorleben will, finde ich manchmal einfach nur zum "kotzen". Mit Melancholie, tieferen Sinn, ein mehr an Romantik & Erotik kann ich persönlich mein Leben auch nicht besser meistern.

Ich will mir diese Grundsätzte auf keinen Fall von anderen vorleben lassen. Deswegen ist mir die Aussage, mit den Lyrics, der Atmosphäre, den Klammotten und allen was noch so dazu gehört ziemlich egal. Das kann sich ändern, aba zur Zeit lebe ich meine Vorstellungen so wie ich sie will.

Was die goldene Mitte angeht, so versuche ich mich eher dahin zu bewegen, aba ohne Einschnitte meines persönlichen Musikfeelings nehmen zu müssen. Leider funktioniert das nur bedingt. Entweder du bist voll und ganz dabei, oder du lässt es lieber sein. Manche mögen darin einen gewissen tieferen Sinn sehen, ich sehe es mehr und mehr als Oberflächlichkeit an.

Gerade sich nicht über alles und jeden Gedanken machen zu wollen, kann in der heuigen Zeit nur zum Erfolg führen.

Aber das ist eben auch nur meine Meinung. Vielleicht passe ich genau damit in eine Großstadt - wer weiss....
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aaof

Genesis

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12

Montag, 6. Januar 2003, 23:28

@ Cyc

Gebe deine Meinung ruhig zum bessten ! Wir habe in vielen Punkten die selben Ansichten, also gebe ich dir auch gerne Rückendeckung ! In anderen Punkten gebe ich gerne reichlich Feuer - wie es kommt ;).

Genau jetzt ist der Zeitpunkt, für dich und mich, eine gerade und ehrliche Einstellung zu unserer Musik, unserm Umfeld (wie ich es anfange, genauso zu hassen wie du) los zu treten. Ich habe das Gefühl, dass wir uns in einigen Punkten sehr ähneln, aber in einigen anderen Punkten auch sehr stark unterscheiden. Darin steckt natürlich ein gewisser Reiz !

Ich bin auf deine Reaktionen sehr gespannt !
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Jirko

The Farthest Star

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13

Montag, 6. Januar 2003, 23:39

wenn ich n auto neben mir mit dj kötzi höre oder britney schpiers...dann fühle ich mich pudelwohl, wenn aus meinem lautsprecher zum beispiel dismantled, hagalaz runedance oder hocico ballert!

unsere bude duftet oft nach räucherstäbchen...

dadurch lebe ich nicht länger/besser, aber ich bin schon anders und finde es geil!

wenn ich an meine /unsere musikaktivitäten denke, an die grafiken und sonstwas, bin ich nicht besser, aber fühle mich pudelwohl bei dem gedanken, nicht ein rumstreunender glatzkopp zu sein, der keine ahnung von unserer kultur hat!

ich bin nicht besser, aber ich bin schon anders, aber ich bin auch nur ein mensch!
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aaof

Genesis

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14

Montag, 6. Januar 2003, 23:55

Zitat

Original von Jirko

ich bin nicht besser, aber ich bin schon anders, aber ich bin auch nur ein mensch!


Diese Einstellung ist doch sehr lobenwert ! Sich der Realität nicht verschliessen, aba dennoch selbst zu sein, ist genau meine Sache ! Klar bin ich derselben Meinung wie viele von uns, die besste Musik der Welt zu hören. Deshalb versuche ich dennoch "halbwegs" normal zu bleiben und auch andere Meinungen halbwegs zu akzeptieren. Für diesen Zustand ist übermäßige Reflektion der eigenen Szene hinderlich, also bleibe ich nur "Konsument" und bleibe daher irgendwie nur "gewöhnlich"...
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Cyco

unregistriert

15

Dienstag, 7. Januar 2003, 00:06

Hier meine persönliche Meinung (und ich spreche nur für mich!):


Ja, ich bin „anders“, nicht weil ich mir das herausgesucht habe, sondern weil die Reaktionen von meinen Mitmenschen auf Leute wie mich nur diesen Schluss zulassen können!
Ok, ich höre andere Musik und vertrete ´ne andere Einstellung als die meisten. Natürlich macht mich das noch nicht zum Außenseiter, schließlich treffen diese zwei Beispiele auch auf die meisten Forenmitglieder zu. Trotzdem treffen auch hier verschiedene Welten aufeinander, und ich merke dass ich immer in der Minderheit bin wenn es um extreme Ansichten geht. Das macht mir nix aus weil das schon mein ganzes Leben so war und das wird garantiert auch immer so sein. Trotzdem haben viele hier meinen Respekt weil man mit ihnen auch über unliebsame Themen diskutieren kann, in meinem privaten Umfeld beschränkt sich das leider nur auf eine Handvoll Leute. Insofern sind für mich die Menschen in diesem Forum mehr wert als die anderen Spacken, die zu oberflächlich sind, um sich über etwas Gedanken zu machen das über Party und Kommerz hinausgeht. Wahrscheinlich teilt Ihr mein Wertedenken nicht, aber die Menschen sind nicht gleich und dass wisst Ihr! Nur bin ich so arrogant und spreche das aus und mach mir nichts draus wieviel Leute mich deshalb ablehnen!
Ich betrachte das Leben anders als die anderen. Egal ob ich bei ´nem Konzert bin, im Italienurlaub nachts am Strand sitze und zum Horizont starre oder bei der Klassenfahrt nach London noch spätabends durch beleuchtete, bevölkerte Straßen ziehe – ich fühl mich immer einsam, auch wenn ich von Menschen umgeben bin die es gut mit mir meinen.
Ich kann mich an alltäglichen Dingen nicht erfreuen weil sie mir banal erscheinen und um mich herum sehe ich nur Menschen die ein Leben führen das ich nicht verstehen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cyco« (25. März 2006, 14:22)

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pti

Moderator

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Beiträge: 11 065

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Göttingen

16

Dienstag, 7. Januar 2003, 00:12

AAOF:
Sorry, aber Deine Meinung kann ich nicht teilen, aber das weisst Du ja bereits. Ich kram jetzt mal wieder ein "ungeliebtes" Wort hervor: Oberflächlichkeit. ;)

Teilweise widersprichst Du Dir hier auch in Deinen Antworten selbst. Nun ja, was soll's, ist ja Deine Meinung.


Aber folgendes Zitat von Dir möchte ich nochmal hervorheben:

Zitat

Original von AndreAndOneFan
Ich persönlich ziehe nach wie Unterhaltung vor Verstand und Tiefe vor. Aba meine Rechnung geht nicht mehr so auf, wie ich mir das gedacht und erhofft habe.

Wendet sich jetzt das Blatt? ;)


Greetinx
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plastiCsofA

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Beiträge: 11 025

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin.

17

Dienstag, 7. Januar 2003, 00:43

Zitat

Original von Jirko

Zitat

Original von Cycosia
Nein, wir sind nicht anders, wir haben nur ´nen anderen Musikgeschmack. Chartshörer führen auch philosophische Gespräche und in Wirklichkeit sind wir gar nicht so düster wie wir uns nach außen hin geben!


ich denke, so ist es, und nicht anders!


dem kann ich auch meinen stempel aufdrücken. so ist es!
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nachtwandler

Moderator

Registrierungsdatum: 18. Januar 2002

Beiträge: 5 719

18

Dienstag, 7. Januar 2003, 01:50

Zitat

Original von AndreAndOneFan
Was ich höre ist geniale Electro-Musik, Darkwave und Gotik-Musik ! Sie ist hart, extrem, manchmal sehr düster <snip>
Es gibt sogar gewisse Alben, die ich mittlerweile vor lauter "Angst" gar nicht mehr hören will, weil mir ihre Texte oder ihre Atmosphäre einfach zu kalt und zu gefährlich wird !

electro ist imho nicht düster, jedenfalls nicht von den texten her - sofern da überhaupt etwas hintersteht.. die meisten sind doch nur auf tanzbare beats aus, die texte geraten (von einigen wenigen löblichen ausnahmen mal abgesehen) doch völlig ins hintertreffen.
darkwave hingegen lebt doch von dieser "ich bin so traurig, dass ich am liebsten sterben möchte" stimmung. ganz wichtig: der traurige gesichtsausdruck mit den hängenden augen und mundwinkeln. völlig verpönt: spass haben (ein gruftie lacht nicht). klassisches beispiel dafür in meinen augen: lacrimosa.
wenn du nun angst hast, gewisse musik nicht zu hören, dann halte dich doch an bands, deren texte kaum sinn (and one, melotron - die spassbands halt) haben bzw. deren texte man kaum versteht (hocico, dulce liquido, cenobita - weil spanisch bzw. schlecht verständliches englisch).

Zitat

Original von AndreAndOneFan
Vielleicht bin ich auch durch Vorurteile belastet, die mich bevor ich ein Anhänger dieser Szene/meiner jetzt geliebten Szene geprägt haben.
<snip>
Ein Bestandteil & Anhänger dieser Szene zu sein, bedeutet mehr als nur Konsum und Suche & Sucht nach einer "netten" Melodie. Dunkle Melancholie umgibt mich immer mehr, je tiefer ich in die Szene "hinab" steige...
<snip>
Passe ich persönlich nicht in diese Szene rein, oder muss ich noch lernen, mit Melancholie und düsteren "Begebenheiten" umzugehen ?

ich habe den eindruck, du geniesst es ein bisschen, in der "normalen welt" ein aussenseiter durch die angebliche szenezugehörigkeit zu sein. du scheinst noch auf der suche zu sein - nach was, habe ich noch nicht so ganz durchschaut. aber deine postings wirken auf mich so, als ob du es geniesst, der lonesome cowboy zu sein. aber als einsamer rebell bist du in "dieser szene" falsch, da empfehlen sich andere mehr...
ich bin der meinung, dass man nicht unbedingt einer szene angehören muss, vor allem sollte man eins nicht: darüber nachdenken. dennn wenn man teil dieser szene ist, wird man es schon noch merken, bzw. es ist ja auch die freie wahl eines jeden einzelnen, ihr anzugehören oder eben nicht. aber du versuchst krampfhaft dazuzugehören... widersprichst dir dabei jedoch häufig selbst. beispiel:

Zitat

Original von AndreAndOneFan
Ich persönlich ziehe nach wie Unterhaltung vor Verstand und Tiefe vor.

ich sach dazu jetzt lieber nix...
oder doch: mit dieser einstellung hast du deine frage, ob du in diese spg. szene reinpasst, selbst beantwortet. ballermann contra ernsthaftigkeit!


Zitat

Original von AndreAndOneFan
Ich suche weder geistreiche Lyrics noch irgendwelche Antworten, aba ich fühle mich zunehmend beeinflusst, was mir mißfällt.

du kannst nicht verhindern, dass du von deiner umwelt beeinflusst wirst. das ist normal und wird solange anhalten, wie du noch in der lage bist zu hören, denken, sprechen, atmen, leben.
das entscheidende dabei ist: die äusseren einflüsse nicht einfach zu übernehmen / auf sich selbst zu übertragen / sich anzueignen, sondern sich ihnen stellen. wie? ganz einfach: indem man darüber nachdenkt, was einen daran gefällt oder missfällt, auf jeden fall aber: auffällt.


ich persönlich mache mir keine gedanken darüber, ob ich dieser szene angehöre und warum. es ist halt so, ich will es ja auch nicht ändern.
und diese andersartigkeit ist für mich schon zur völligen normalität geworden und fällt mir selber meist dann erst auf, wenn ich von anderen ausserhalb dieser szene darauf angesprochen werde.
manchmal reizt diese andersartigkeit jedoch auch und ich will damit/dadurch provozieren....
und es zwingt mich ja auch keiner, den ganzen tag mit leichenbittermiene durch die gegend zu laufen und nachts auf friedhöfen schwarze messen zu zelebrieren (achtung: ironie!). die szene ist das, was jeder einzelne von uns aus ihr macht. sie lebt nicht durch sich, sondern vo den menschen - insofern kann ich sie beeinflussen. oder mir auch nur das herausziehen, was ich selber will. keiner zwingt mich, diese melancholie, die du angesprochen hast, den ganzen tag zur schau zu stellen.

fazit: hör auf über die szene nachzudenken! denke vielmehr über das umfeld und deine mitmenschen, über die kleinen begebenheiten im leben nach. und nimm nicht alles ungefragt an, was dir so entgegen kommt, sondern denke darüber nach!
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Meriadoc

Further

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19

Dienstag, 7. Januar 2003, 02:31

Sich das Hirn zu zermartern, warum man gerade so und nicht anders ist - ein gewaltiger und überflüssiger Hemmschuh!
Auf dem eigenen Weg hilft nur die Akzeptanz und das Verständnis für sich selbst. Du zelebrierst Deine Gedankenwelt geradezu und dadurch wirkt es auf mich, als ob Dein grösstes Problem ist, nicht mit Dir selbst im Reinen zu sein.

Szene - das ist doch nur ein ausgelutschtes Wort. Alles, was wir sogenannten Szeneleute der grossen Welt da draussen vorwerfen, finden wir doch in unserer sogenannten Gemeinschaft nur zu oft: Intoleranz, Konsumdenken und jede Menge Oberflächlichkeit.
Andere Musik, andere Optik, andere Polemik, aber das gleiche, idiotische Spiel. Ich bin kein EBMer, kein Gothic, kein Stino, kein Punk, kein Nazi (obwohl man gerade hier mit diesem Wort schnell zur Hand ist) und kein sonstwas - ich bin ich. Nur dass es eben mit einem Stempel versehen etwas leichter ist, Menschen zu finden, die so ähnlich ticken wie man selbst. Obwohl: Meine allerbesten Freunde haben mit unserer "Szene" soviel zu tun wie der Mond mit Krebsen. Von denen erwarte ich für meine Macken kein Verständnis - nur Akzeptanz.

Was die düstere Musik angeht, das ist nun eine Frage des ganz persönlichen Empfindens. Darkwave transportiert das ja nicht nur über Texte, sondern auch über die Musik. Für mich klingt das zumeist infantil und geradezu unfreiwillig komisch, aber wie gesagt: Mein ganz persönlicher Eindruck. Wenn Dir gewisse Alben zu nahe gehen, gibt es nur zwei Wege: Nicht mehr hören, oder intensiv damit beschäftigen. So banal das auch klingt.

Sei Du selbst, definiere Dich selbst, unabhängig von allen anderen Meinungen. Versuche, andere Knotenpunkte zu Deinen Mitmenschen zu finden, der kleinste gemeinsame Nenner findet sich eigentlich immer.

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Meriadoc

Further

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Wohnort: Köthen/Anhalt

20

Dienstag, 7. Januar 2003, 02:38

Zitat

Original von nachtwandler
....
wenn du nun angst hast, gewisse musik nicht zu hören, dann halte dich doch an bands, deren texte kaum sinn (and one, melotron - die spassbands halt)
....


STOOOOOP! Trischi böse wird....

[HB-männchen modus an]
Melotron´s Edgar schreibt für mich so ziemlich die besten Texte im gesamten Electrobereich. Sie sind oft sehr lyrisch und selten unverblümt, aber von "kaum Sinn" kann hier nicht die Rede sein. Ausserdem eine der wenigen Bands, für die die Texte genauso wichtig sind wie die Musik.
[HB-männchen modus aus]

Meriadoc
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